Ja, ich will!

Ich kandidiere auf der SP-Frauenliste (Liste 3) für den Nationalrat. Vor 4 Jahren erreichte ich den 3. Ersatzplatz – das will ich nun toppen und die Wahl oder einen Spitzenplatz erreichen. Lesen Sie, was mich antreibt:

Die Politik ist seit über 20 Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens. Angefangen hat es im Vorstand meiner Quartiersektion, bald darauf wurde ich Co-Präsidentin der SP-Frauen Stadt Bern und es folgte die Wahl in den Stadtrat. Ein grosser Höhepunkt war, als ich 2012 das Stadtratspräsidium übernehmen durfte. Das machte mich öffentlich sichtbar und alles nahm seinen weiteren Lauf: Ich wurde Grossrätin und schon bald darauf für 4 Jahre Präsidentin der SP Kanton Bern.

All diese Erfahrungen möchte ich nun auch auf der nationalen Ebene einsetzen. Denn es gibt viel zu tun: Die nationale Politik ist blockiert, es braucht zupackende Politiker*innen mit einer Vision für die Zukunft der Schweiz, die nicht stur auf ihrer Position beharren, sondern in der Zusammenarbeit vernünftige Lösungen erarbeiten. Das kann ich und das will ich tun!

Meine Vision der Schweiz: Wir tragen Sorge zu unseren Qualitäten wie der gelebten Demokratie, dem guten (dualen) Bildungssystem, unserer Innovationskraft, der schönen Landschaft, der Lebensqualität und unseres solidarischen Verständnisses des Zusammenlebens, wie es in der Bundesverfassung verankert ist. Wir verstehen uns aber gleichzeitig auch als Teil Europas und der Welt. Abschotten, Grenzen schliessen, Fremde abweisen ist verkehrt, denn die Welt ist wirtschaftlich, politisch und kulturell ein Gesamtsystem geworden – ökologisch war sie es schon immer. Was in Syrien, China, USA, Südamerika usw. geschieht, wirkt sich auch bei uns aus: Aus Kriegsgebieten vertriebene Menschen suchen bei uns Zuflucht, wirtschaftliche Ereignisse wirken sich auf unsere Konjunktur und Arbeitsplätze aus, Umwelteinflüsse beeinflussen Klima, Wetter, unsere Gletscher. Zudem haben wir alltägliche enge Verflechtungen dem Ausland. Wirtschaftlich: reger Handel. Famililär: viele binationale Ehen, Auslandschweizer*innen und Eingewanderte in engem Austausch mit dem Herkunftsland. Arbeitsmarkt: Wir sind in vielen Bereichen auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Kurz: Unsere Politik muss weit-sichtig im besten Sinn des Wortes sein, ganzheitlich gedacht und auf Zusammenarbeit und Fairness ausgerichtet.

Ein Beispiel: Als Finanzpolitikerin bekämpfe ich die immer tiefer werdenden Unternehmenssteuern in der Schweiz sowie die Pauschalbesteuerung für reiche Ausländer*innen. Beides basiert darauf, Finanzkräftige aus anderen Ländern mit tiefen Steuern in die Schweiz zu locken. Damit wird bei andern – weniger reichen – Ländern Steuersubstrat abgezogen, was dort schmerzlich fehlt. Und auch uns schadet es: Durch den Steuerwettbewerb verlieren auch Kantone und Gemeinden Mittel und müssen Leistungen abbauen. Etwa bei der Bildung, der Gesundheitsversorgung, den sozialen Einrichtungen, dem Umweltschutz, dem Schwimmbad, der Bibliothek usw. Diese Leistungen sollten aber unbedingt durch den Staat gewährleistet werden – für alle. Denn sonst werden wir immer mehr zu einer Zweiklassengesellschaft, wenn sich nämlich nur noch Reiche gute Kitas, Schulen, Wohnraum, Spitex, Kliniken, Behandlungen usw. leisten können. Für gute Leistungen für alle kämpfe ich – so kennt man mich als Politikerin!