Politik

Leitgedanke
Ich möchte eine Gesellschaft, in der alle ihren Platz finden und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Alle haben das Recht auf eine gute Bildung, die ihnen entspricht, auf ein faires Einkommen, Gesundheitsversorgung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Zum Respekt für die Menschen gehört auch der Respekt für unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Naturschutz und Energiewende sind für mich zentrale Anliegen.

Motivation
In den 10 Jahren als Grossrätin und Stadträtin habe ich die Erfahrung gemacht, dass frau mit Engagement, guten Argumenten, Vernetzung und Zusammenarbeit immer wieder konkrete Erfolge erreichen kann. Das sind für mich Verbesserungen hin zu einer solidarischen und offenen Gesellschaft und zu einem sorgfältigen Umgang mit der Natur. Das motiviert mich zum Weitermachen.

Themen
Ich bin eine politische Allrounderin. Es macht mir Spass, mich immer wieder in neue Themen einzudenken, Fakten zu recherchieren, Bestehendes zu hinterfragen, Visionen zu entwickeln, Handlungsspielräume auszuloten – und schlussendlich das Machbare zu erkennen und diesem zum Durchbruch zu verhelfen.In den letzten Jahren habe ich folgende politischen Themen bearbeitet:

  • Tagesschulen
    Als Politikerin, ehemalige Geschäftsführerin des Vereins Berner Tagesschulen und als Vizepräsidentin von Bildung & Betreuung Schweiz engagiere ich mich seit Jahren für schulische Tagesstrukturen. Wir konnten erreichen, dass alle Gemeinden im Kanton Bern ab einer Nachfrage von 10 Kindern ein Tagesschulangebot führen müssen. Das führte zu einem rasanten Anstieg der Plätze, vor allem in Städten und grösseren Gemeinden. Die Rahmenbedingungen für die Tagesschulen müssen aber noch verbessert werden, um eine durchwegs hohe Betreuungsqualität und gute Anstellungsbedingungen für alle Mitarbeitenden zu ermöglichen. Dringender Handlungsbedarf besteht zudem bei der Ferienbetreuung. Dazu ist ein von mir initiiertes überparteiliches Postulat im Grossen Rat hängig.
  • Kitas
    Ich engagierte mich sehr stark für die Kita-Initiative der SP Stadt Bern, die einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz forderte. Die Initiative brachten wir leider nicht durch, sie führte aber immerhin zu einem Gegenvorschlag, der zu einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsgutschein für Kinder von Berufstätigen führte. Auch wenn das nicht die optimale Lösung ist, kann damit das Angebot weiter ausgebaut werden. Ich kämpfe für ein einheitliches Tarifsystem (abgestuft nach dem Eltereinkommen), denn es soll nicht teure Kitas für Reiche, und billige Kitas für Ärmere geben. Kantonsweit gibt es noch viel zu wenige Kita-Plätze. Wer Beruf und Familie vereinbaren will, ist gezwungen, sich in einer grösseren Gemeinde niederzulassen. Auch bei den Kitas gilt: die Standards für die Betreuungsqualität sind hochzuhalten, ebenso die Arbeitsbedingungen und Löhne des Personals.
  • Bildung
    Der Schlüssel für ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben liegt zu einem grossen Teil in der Bildung. Ich bin für ein Bildungssystem, das Kinder und Erwachsene in ihrer persönlichen Entwicklung stärkt und die Chancengleichheit fördert – von der Kita, über die Volksschule, über die Aus- und Weiterbildung bis zur Nachholbildung für Erwachsene, die bisher keine Ausbildung machen konnten. Die Volksschule sollte sich in Richtung einer selektionsfreien Schule entwickeln, wo nicht Noten, sondern  die viel aussagekräftigeren Kompetenzbeurteilungen angewendet werden.
    Besonders am Herzen liegen mir die öffentlichen Bibliotheken. Sie bieten allen Zugang zu verschiedensten Arten von Medien und leisten aktiv Leseförderung. Ich engagiere mich als Stiftungsratspräsidentin der Kornhausbibliotheken Bern.
  • Gleichstellung
    Noch immer wählen Mädchen aus einem viel kleinerem Spektrum an Berufen aus als Knaben und verdienen Frauen durchschnittlich 20 Prozent weniger als Männer. Dahinter steckt nicht böse Absicht, sondern eine unhinterfragte Tradition und Beförderungspraxis sowie ungleiche Bewertung von typischen Frauen- und Männertätigkeiten. Lösen wir uns von diesen – für beide Geschlechter – einengenden Rollenbildern! Die Politik soll dazu Rahmenbedingungen und Anstösse geben.
  • Kultur
    Kultur berührt, inspiriert, provoziert. Sie lässt uns tiefe Gefühle erleben und fordert uns heraus, über Themen des Lebens nachzudenken. Deshalb: das Kulturschaffen und Kulturangebote sollen unterstützt und allen zugänglich gemacht werden, gerade auch Kindern und Jugendlichen.
  • Finanzpolitik
    Der aktuelle Trend zu Tiefsteuerstrategien und zum Steuerwettbewerb als oberste Maxime ist schädlich. Ein gewisser Wettbewerb darf sein, aber zurzeit überbieten wir uns nur noch mit Steuersenkungen. Die Folge: die Kantone müssen massiv Leistungsabbau beim Service Public betreiben – zulasten derer, die nur über ein kleines Einkommen verfügen und nicht auf private Angebote ausweichen können. Ich engagiere mich in der Finanzkommission des Grossen Rats für faire Steuern und einen gesunden, ausgewogenen Staatshaushalt. Ich wehre mich entschieden gegen unnötige Sparprogramme, die zu Überschüssen und Steuersenkungen führen.
  • Regionalpolitik
    Wir könnten in der Region Bern noch viel mehr Synergien nutzen, die gemeinsame Identität stärken und weiter zusammenwachsen. Deshalb lag mir die Arbeit der Agglomerationskommission im Stadtrat sehr am Herzen. Besonders schätzte ich die Treffen mit PolitikerInnen aus anderen Gemeinden an der jährlichen Agglomerationstagung. Als Stadtratspräsidentin (2012) suchte ich aktiv den Kontakt mit den Parlamenten der Nachbargemeinden. Meine 1. Augustrede war dem Zusammenhalt von Stadt und Land gewidmet. Seit 2012 setze ich mich im Vorstand des Vereins “Bern NEU gründen” für die Stadtregion Bern ein. 
2015 Wahlplakat